Eisy hat am Anfang der Woche in seinem Blog
Blogszene die Frage nach den Investitionen in den Raum gestellt, die Blogger im Laufe der Zeit so aufbringen müssen. Nachdem auch
whit3h4t das Thema in seinem Blog aufgegriffen hat, möchte ich mich auch noch kurz zu Wort melden.
Die Investitionen lassen sich in zwei Kategorien Zusammenfassen. Zum einen wäre da der zeitliche Aufwand und zum anderen der finanzielle Aufwand.
Zeit
Den Faktor Zeit sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Gerade wenn man mehr als ein Blog betreibt, ist es absolut notwendig ein ordentliches Zeitmanagement zu haben. Ich für meinen Teil, kann damit Leben, wenn ich eine weile keinen Blogartikel hier im Webmaster-Tagebuch veröffentliche, denn Bloggen ist nicht mein wichtigstes Betätigungsfeld, da es nicht meine Haupteinkommensquelle ist. Bei anderen Bloggern wie bei z.B.
Eisy und bei
Peer von Selbständig im Netz mag das etwas anderes sein. Fulltime-Blogger haben sicherlich oft einen Arbeitstag, der länger als acht Stunden dauert. Wer wie ich nur ein Teilzeit-Blogger ist, bringt natürlich viel weniger Zeit auf. Ich komme aktuell auf etwa zwei Stunden pro Tag. In diesen zwei Stunden arbeite ich nicht nur an Artikeln, sondern schreibe auch Kommentare in anderen Blogs und lese vor allem die Blogs, die mich interessieren. Es gibt dann ab und zu Zeiten, in denen ich eine Weile keinen Artikel veröffentliche, trotzdem ist immer ein gewisser Zeitaufwand für ein Blog da.
Ebenfalls unter den zeitlichen Aspekt, fällt die technische Wartung des Blogs und des Servers. Da ich für meine Blogs einen Managed-Server habe, fällt der Zeitaufwand für die Wartung des Servers weg. in meinen Fall kostet die Wartung eben Geld. Die Wartung der verwendeten Blog-Software kostet definitiv Zeit. Man sollte z.B. immer die aktuellen Security-Releases einspielen - okay zugegeben wenn man ein Blog hat, dann ist das kein Thema. Aber was ist, wenn du 50 Blogs im Blick hast? Dann nervt es halt ziemlich schnell, wenn drei Security-Updates pro Woche rauskommen. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Blog-Software zum
Sündenbock wird.
Geld
Ich betreibe beim gleichen Anbieter wie Eisy einen Server. Meiner kostet also auch 99€ brutto im Monat. Da ich Reseller bin, kann ich meine Domains zu wesentlich günstigeren Konditionen registrieren, so dass diese bei kleinen Mengen fast gar nicht ins Gewicht fallen. Generell kosten alle Dinge Geld, die man in seinem Blog nicht selbst erledigt. Wer z.B. ein Premium-Theme einsetzt und das durch einen Grafiker individuell anpassen lässt, muss dafür natürlich auch etwas Geld auf den Tisch packen. Sogar Content kann man gegen Geld bekommen. Wobei ich keinem Blogger empfehle Content für ein personengebundenes Blog zu Kaufen. Grundsätzlich sollten die Einnahmen eines Blogs schon im ersten Monat so hoch sein, dass man die Fixkosten und die Startinvestition begleichen kann. Klar - es gibt auch Leute die einen anderen Ansatz gehen und erstmal richtig Geld in eine Webseite pumpen, um danach alles doppelt und dreifach rauszuholen. Mein Ansatz ist eher der kontinuierliche Aufbau eines Blogs. Beim Bloggen steht für mich in diesem und auch in einigen anderen Blogs nicht das Geld verdienen im Vordergrund. Ich habe aber auch Blogs, wo definitiv das Geld verdienen im Vordergrund steht.
Fazit: Wie hoch der zeitliche und finanzielle Aufwand für ein Blog ist, hat jeder selbst in der Hand. Es hängt maßgeblich von den Zielen des Bloggers hab. Wer erfolgreich sein will, sollte also entweder Zeit und/oder Geld investieren. Wer von allem etwas investiert, der hat ganz gute Karten, denk ich.
